Sicherheit und Ästhetik. Historische und kulturelle Aspekte einer aktuellen Konjunktur

Johannes Endres

Abstract


Der Beitrag plädiert für eine ‚Abrüstung’ und Öffnung des Diskurses über Sicherheit. Dabei sollen jedoch politisch-technische und kulturelle Aspekte des Begriffs nicht gegeneinander ausgespielt werden. Vielmehr soll deren historische Genese aus einer Gemengelage der Probleme zwischen Früher Neuzeit und frühem 19. Jahrhundert deutlich werden. Als Ansatzpunkt dienen Beispiele der Theoretisierung von Unsicherheit in den unterschiedlichen Epistemen (der Politik, der mathematischen und der ästhetischen Wahrscheinlichkeit, des Risikos usw.) sowie der Medialisierung des Terrors im Diskurs über das ‚Erhabene’ seit Hobbes. Es geht um zweierlei: darum, die Geschichtlichkeit unseres Sicherheitsbedürfnisses aufzuzeigen, und darum, aktuelle Befindlichkeiten umgekehrt auf ein in ihnen mitlaufendes kulturelles Gedächtnis der Ästhetik und der Kunst zurück zu beziehen.

Volltext:

PDF


DOI: https://doi.org/10.6094/behemoth.2008.1.1.749