Nach der Moderne? Das Risiko (rechts-)staatlicher Freiheitsorganisation

Christoph Enders

Abstract


Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 scheint das Verhältnis zwischen dem noch nie risikofreien Streben nach Freiheit auf der einen und dem unabweisbaren Bedürfnis nach Sicherheit auf der anderen Seite endgültig prekär geworden zu sein. Der moderne Staat befindet sich im Entscheidungsnotstand der Ausnahmelage: Darf er seine gefährdete Existenz unter partieller Aufgabe rechtsstaatlicher Prinzipien sichern, die doch die dauerhafte Orientierung am Staatszweck der freien Entfaltung der Subjektivität gewährleisten sollen? Letzte Gewissheit kann es hier nicht geben – einzig die Hoffnung auf eine tragfähige Tradition der freien Subjektivität, die die Grundsätze des Handelns auf nationaler Ebene wie in den internationalen Beziehungen bestimmen muss.

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DOI: https://doi.org/10.6094/behemoth.2008.1.1.750