Die Anwesenheit von Angehörigen in Reanimationssituationen: Eine Evidence Map

Julian Hirt, Uli Fischer

Abstract


Hintergrund:

Die Anwesenheit von Angehörigen in Reanimationssituationen (AACPR) wird in klinischen Bereichen zunehmend praktiziert. Auch im deutschsprachigen Raum rückt AACPR in den wissenschaftlichen Fokus und ist Ausdruck der Bestrebungen, die Angehörigen in die Versorgung miteinzubeziehen. Neben den Sichtweisen und Erfahrungen des professionellen Gesundheitspersonals sind jene der Angehörigen sowie Patienten für die Pflegeforschung zunehmend von Interesse.

Ziel:

Das Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation und Charakterisierung der historischen und aktuellen Studienlage zur AACPR erwachsener Personen aus Sicht von Angehörigen und Patienten, sowie die Darstellung der Studien mittels eines strukturierten Literaturverfahrens.

Methode:

Für die Bearbeitung der Zielsetzung wurde eine Evidence Map generiert. Durch den methodisch kontrollierten Zugang zu Literatur ist es möglich, einen Überblick der aktuellen Studienlage zu geben. Es wurde eine systematische Literaturrecherche in acht Datenbanken durchgeführt. Nach vorab festgelegten Kriterien wurden geeignete Studien ausgewählt. Es folgte die Extraktion der Studien- und Teilnehmendencharakteristika sowie zentraler Ergebnisse. Die Studien wurden tabellarisch dargestellt, stratifiziert nach Design.

Ergebnisse:

Die systematische Literaturrecherche in acht Datenbanken identifizierte insgesamt 979 Titel. 27 Studien wurden in die Evidence Map eingeschlossen. Die Studien wurden im Zeitraum von 1987 bis 2016 publiziert. Eine Studie stammt aus dem deutschsprachigen Raum. 17 Studien liegt ein quantitatives Design zugrunde, zehn Studien ein qualitatives Design.

Schlussfolgerung:

Es konnte gezeigt werden, dass die Hälfte der identifizierten Studien zu diesem Thema seit dem Jahr 2007 publiziert wurden. Der hohe Anteil der Studien legt nahe, dass ein systematischer Ansatz der Studiensynthese angezeigt ist. Zukünftige pflegewissenschaftliche Forschungsprojekte zur AACPR sollten unter Berücksichtigung der Sichtweisen von Angehörigen und Patienten entwickelt werden.

 

Family-witnessed resuscitation: An Evidence Map

Background:

Family-witnessed resuscitation (FWR) is increasingly applied in clinical settings. Also in the German-speaking European area, family-witnessed resuscitation is increasingly focused on in science. This means an expression of general efforts to involve family members in health care. In addition to the views and experiences of health care professionals those of relatives and patients are of interest for nursing research.

Aim

The aim of this paper is to identify and characterize historical and current studies on FWR of adults from the perspective of relatives and patients and the presentation of the studies by a structured method.

Method:

To achieve this objective an Evidence Map was generated. The methodically controlled access to literature enabled an overview of current studies. A systematic literature search in eight databases was conducted. Relevant studies were selected based on predetermined criteria followed by extractions of characteristics of the study and their participants. The studies were tabulated, stratified by design.

Results:

The systematic literature search in eight databases identified a total of 979 references. 27 studies were included in the Evidence Map. The studies were published between 1987 and 2016. One study originated from the German-speaking European area. 17 studies were based on quantitative design, ten studies were based on qualitative designs.

Conclusion:

This study shows that half of the identified publications on this topic were released since 2007. The high number of studies suggests a systematic approach of studies syntheses. Further nursing research on FWR should be designed considering the perspective of relatives and patients.




DOI: https://doi.org/10.6094/KlinPfleg.3.28

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ISSN 2365-7863